Die Bootssuche Teil 2 – Ein Rückblick
Frankreich, Italien und noch einmal Kroatien
Diesmal geht es mit dem Auto in die Nähe von Marseille. Dort ist eines der größten Trockendocks Europas: Port-Saint-Louis-du-Rhône. Inzwischen haben wir die Suche ebenfalls auf „normale“ Segelboote (Monohull) ausgedehnt. Der Homepage der Werft nach könnten hier vielleicht gleich einige Boote in Frage kommen. Wolfi schaut sieben Boote an, darunter auch einen Katamaran, eine Lagoon 380. Die, die für uns bezahlbar wären, sind aber in keinem wirklich guten Zustand. Nur eine Oceanis 42 mit Centercockpit gefällt Wolfi, ist aber einfach zu teuer. Nach zwei Nächten im Auto, netterweise durfte Wolfi auf der Werft parken, einer Flasche Rotwein und einem Baguette mit Blauschimmelkäse (Roquefort) zum Abendessen, geht es am nächsten Morgen nach Italien. Ach ja, die weltbesten Muscheln die er in einem kleinen Restaurant in Port Napoleon gegessen hat, darf ich nicht vergessen zu erwähnen sagt er: Tellines à la crème et persillade (Dreiecksmuscheln in einer Petertsilien-Sahne-Sauce).
In Sanremo steht eine Lagoon 420 zum Verkauf. Eigentlich ein tolles Boot, riesengroß aber irgendwie ungeschickt, wenn nicht gar stümperhaft umgebaut. Insgesamt gibt es echt viele Baustellen bei allerdings einen nicht uninteressantem Preis. Nach langem Überlegen gibt Wolfi dann ein Angebot ab. Zunächst sagt der Verkäufer zu, um es sich kurz darauf anders zu überlegen. Wieder ein Satz mit „X“ – das war wohl nix!
Im Mai fliegt Wolfi dann zum zweiten Mal nach Split. Diesmal nach Zadar und von dort mit dem Mietwagen weiter nach Split. Leider läßt sich der Mietwagen nicht mit der Debit-Karte bezahlen, da die Vermietung für die Kaution nur die Zahlung mit einer Kreditkarte akzeptiert. Einzige Möglichkeit: Wolfi muss zusätzlich eine Vollkaskoversicherung für 150 Euro abschließen. Wie froh er hierüber noch sein würde, weiss er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber später sollte er diese Versicherung noch brauchen. Am letzten Tag seines Aufenthalts in Split findet er sein Auto auf dem Parkplatz mit einer dicken Beule am Kotflügel vor. Der Unfallverursacher ist weit und breit nicht zu sehen. Dank der Vollkasko – kein Problem. Die Kaution wäre sonst weg gewesen.
In Split steht eine Bavaria 54 Cruiser. Auf den ersten Blick sieht sie ziemlich gut aus, zumindest für den angegebenen Preis, allerdings fehlt der Motor. Der Makler hat ganz vergessen, dass dieser gerade überholt wird und dafür ausgebaut worden ist. Die Probefahrt fällt somit aus. Auch für dieses Boot macht Wolfi ein Angebot, was der Verkäufer ebenfalls zunächst annimmt. Als es dann aber einige Zeit später zur Vertragsunterzeichnung kommen soll, macht auch dieser Verkäufer einen Rückzieher. Er will das Boot nun doch selber herrichten und dann erst, natürlich für viel mehr Geld,verkaufen.