Vorbereitung – Teil 2
Die Funkscheine
Was kommt als nächstes? Die Funkscheine. Wir schauen auch hier ob es einen Kurs gibt, denn für die anderen Scheine hat sich die Kombi Kurs & App ziemlich gut bewährt. Allerdings sind die Wochenendkurse für den Funkschein echt teuer. Wolfi ist deshalb schnell überzeugt, die Vorbereitung komplett in Eigenregie zu machen. Er ist allerdings auch Amateurfunker. Ich dagegen hab ausser einem „Kinder-Walkie- Talkie“ noch nie ein Funkgerät in der Hand gehabt. Da die Prüfung neben dem theoretischen auch aus einem praktischen Teil besteht, mache ich mir da durchaus meine Gedanken und blicke der Prüfung respektvoll entgegen. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal dass es einen DSC-Controller gibt, jetzt soll ich ihn erklären und bedienen.
Nach einiger Recherche finde ich einen Online Kurs bei SegelnAG. Wir bekommen übrigens kein Geld für diese Art der „Werbung“ in unserem Blog und teilen nur unsere Erfahrungen. Der Kurs erklärte die Bedienung der Funkgeräte verständlich und praxisnah. Auch hier gibt es gravierende Unterschiede zwischen dem Binnen- und dem Seefunk. Zusätzlich werden die Funkdiktate für die Funksprüche auf Englisch und Deutsch trainiert und auch hier sind im Bereich Binnen- und Seefunk deutliche Unterschiede. Außerdem gibt es ein Prüfungsvorbereitungsvideo, das viele wertvolle Tipps bietet. Der Beste Tip ist sicherlich dem Prüfer das Funkgerät eigenständig zu Beginn der Prüfung so genau wie möglich zu erklären. Damit bleiben am Ende für ihn kaum noch Fragen übrig, bei denen man sich verrennen kann. Die Prüfung findet in München beim Deutschen Seglerverband statt und an dem Tag sind weit über 100 Kandidaten da. Zuerst kommt der schriftliche Teil, also die multiple Choice Fragen und das Diktat sowie die Übersetzung eines Funkspruchs. Danach beginnt die praktische Prüfung. Da so viele Prüflinge dort sind, werden wir immer zu zweit geprüft. Wir haben beide nicht unseren besten Tag, aber dank all der umgesetzten Tipps von Segeln AG und dank des wirklich sehr netten Prüfers bestehen wir sogar mit einem dicken Lob für den – in unseren Augen nicht so guten – Praxisteil.
